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2.0 Die Ensheimer Geschichte im Überblick


2.10 Die Ensheimer Ortsteile und ihre Geschichte(n): De Hämel



Ein Artikel der Saarbrücker Zeitung (Online-Ausgabe) vom 21.09.1998.



Das schrieb die Lokalpresse über das Hämelfeschd 1998

Das Loblied auf den Geißbock

Die Gastfreundschaft wurde beim Ensheimer "Hämelfeschd" ganz groß geschrieben. Eine "Bürgerinitiative" in Sachen Kennenlernen und Zusammenhalt ist das traditionelle Ensheimer "Hämelfeschd" Ensheim (nz). Es hat inzwischen lange Tradition in Ensheim, das bei jung und alt beliebte "Hämelfeschd" im Ortsteil Heimel. Das Fest brachte auch diesmal nicht nur die dort beheimateten Familien auf die Beine, sondern war erneut ein Anziehungspunkt für viele Ensheimer Bürgerinnen und Bürger an zwei Tagen. "Da muß ich einfach dabei sein", war auch diesmal wieder der 75jährige Arthur Kihm eigens aus dem Ensheimer "Wildfang" zu diesem beliebten Fest gekommen. So war auch das 19. "Hämelfeschd" eine echte "Bürgerinitiative" in Sachen Kennenlernen und Zusammenhalt. So gelang es wieder, einen großen Teil der Bevölkerung des Stadtteiles zum Wettbewerb "Herstellung kulinarischer Genüsse und Unterhaltung sowie Amüsement" auf die Straße zu bringen. Es war jedoch kein Straßenfest im herkömmlichen Sinne. Viele Besucher umliegender Ortschaften gaben sich dort nämlich ebenfalls wieder ein Stelldichein. Sie wissen eben die Gastfreundschaft und Gastlichkeit im "Hämel" zu schätzen. Und für die hessischen Gäste aus Karben nördlich von Frankfurt am Main war das Fest ein großes Erlebnis: "Wir erlebten dies zum ersten Male, wollen jedoch bestimmt wieder kommen", sagten Manfred Pollmüller und Michael Maifeld übereinstimmend. Und ihr Gastgeber Günter Walter stimmte in das Loblied ein: "Im Hämmel iss immer widder scheen!" obwohl es abends spürbar abkühlte, hatten die Initiatoren des Festes kaum Besuchersorgen. Vorgesorgt gegen Wetterunbilden war wieder mit einem geräumigen Festzelt, wo sich alle Gäste wohlfühlten. Urige Gemütlichkeit gab es im "Hämel" an fast jeder Ecke. Ob in Bierlauben oder eigens für dieses Fest hergerichtete Garagen - überall war man ein gerngesehener Gast. Natürlich wurde den Gästen wieder "Viel Gulles us Hämel" serviert, ein Wahlspruch, der jedes Jahr immer wieder viele Gäste anlockt. Auch an kurzweiliger Unterhaltung sollte es an beiden Tagen nicht fehlen. "Mikes Kirwemusikanten" sorgten für schmissige Unterhaltung, sowohl beim traditionellen Umzug durch den "Hämel" als auch beim Frühschoppen. Achim und Pitt fanden ebenfalls den richtigen Ton für die Gäste bei ihren Musikdarbietungen. Begonnen hatte das Spektakel nach dem Umzug - voran ein lebender Geißbock als Wahrzeichen der "Hämeler" sowie mit "Hämelfahne" und dem Ensheimer Wappen - mit dem obligatorischen Faßanstich. Der 77jährige Alfred Hager, selbst vor 19 Jahren einer der Initiatoren dieses Festes, bei dieser Gelegenheit zum "Ehrenhämeler" ernannt, stellte sich dabei sehr geschickt an. Nach zwei Schlägen floß der edle Gerstensaft. Für "Oberbürgermeister" Albrecht Muntz und seine Mitstreiter im "Hämelrat" war dies der Startschuß zum fröhlichen Feiern. Für die Kinder gab es wieder genügend Abwechslung beim "Hämelfeschd", denn Margot Arndt ließ sich dafür allerlei einfallen. Nicht fehlte auch diesmal das Lieder-Potpourri von "OB" Albrecht Muntz mit dem "Sierra Madre", "Mendocino" oder dem "La Pastorella". Da kam Stimmung in den Abendstunden auf.


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